Fragen & Antworten

Auf dieser Seite haben wir aus unseren Beratungen für Sie die häufigsten Fragen und Antworten zur Niederlassung als Vertragsarzt aufgelistet.

Ich bin derzeit in einer Klinik tätig. Welche konkreten Vorteile bringt mir die Niederlassung?

Ziemlich viele – hier nur einige: ein enges Arzt-Patienten-Verhältnis, die freie Wahl Ihres Leistungsspektrums, keine ungewollten Wochenend- und Nachtdienste, auch keine Wechselschichten und langen Mehrfach-Schichten, Gestaltungs- und Entscheidungsfreiheit – nicht nur bei der Wahl Ihrer Kooperationspartner und Mitarbeiter … Wenn Sie mehr wissen möchten, schauen Sie sich an: Zehn gute Gründe für die Niederlassung.

Muss ich mich überhaupt zwischen Klinik und Niederlassung entscheiden?

In der Regel ja. Die Entscheidung für einen Bereich schließt aber nicht aus, dass Sie auch im jeweils anderen tätig sein können. Als niedergelassener Facharzt können Sie zum Beispiel vier Tage in der Woche in der Praxis und einen Tag als Belegarzt im Krankenhaus arbeiten. Oder Sie können als Klinikarzt eine Ermächtigung beantragen, um zugleich gesetzlich versicherte Patienten ambulant zu behandeln. Dafür müssen Sie allerdings besondere Untersuchungs- oder Behandlungsmethoden anbieten, die die Kollegen in den Praxen nicht anbieten, die aber dringend benötigt werden.

Es besteht auch die Möglichkeit, dass Sie halbtags im Krankenhaus und halbtags in der Praxis arbeiten. In diesem Fall beantragen Sie nur eine halbe Zulassung. In der Praxis ist es aber so, dass Vertragsärzte häufig eine Vollzeitzulassung haben, und auch Krankenhausärzte sind mit ihrem Job gut ausgelastet. Deshalb ist es ratsam, sich rechtzeitig über beide Optionen zu informieren und beide auch live zu erleben. Die Arbeit im Krankenhaus unterscheidet sich nämlich im Alltag recht deutlich von der Arbeit als niedergelassener Arzt. Je früher Sie sich entscheiden, desto gezielter können Sie auf die Umsetzung Ihrer individuellen Vorstellungen hinarbeiten.

Kann ich als niedergelassener Arzt auch eine Nebentätigkeit ausüben?

Ja, gar kein Problem. Als Selbstständiger mit einem vollen Versorgungsauftrag und eigener Praxis können Sie als Angestellter bis zu 13 Stunden wöchentlich nebenberuflich tätig sein – zum Beispiel in einer anderen Praxis, in einem Krankenhaus oder in einer Beratungsstelle. Besitzen Sie einen hälftigen Versorgungsauftrag, erhöht sich die wöchentliche Stundenanzahl für die Nebentätigkeit auf maximal 26 Stunden.

Wer entscheidet eigentlich darüber, wo sich ein Arzt niederlassen darf?

Darüber entscheidet auch in Rheinland-Pfalz der Landesausschuss, dem Ärzte- und Krankenkassenvertreter sowie Unparteiische angehören. Grundlage für die Entscheidung bildet die Bedarfsplanung, die festlegt, wie viele Ärzte sich wo niederlassen dürfen.

An wen kann ich mich wenden, wenn ich Fragen zur Niederlassung in Rheinland-Pfalz habe?

Ihr erster Ansprechpartner sind wir, die KV RLP. Rufen Sie bei Fragen unsere Hotline an unter 06131 326-304 oder schreiben Sie uns an info@arzt-nah-dran.de. Wir bieten Ihnen außerdem persönliche Beratungen  zur Niederlassung an, aber auch Seminare  und viele andere maßgeschneiderte Serviceleistungen. Wir freuen uns auf Sie.

Ich habe schon viel von Regressen gehört. Sind diese nicht ein großes Risiko für Niedergelassene?

Um den Ausgabenanstieg bei Arznei- und Heilmitteln einzudämmen, hat der Gesetzgeber bislang auf sogenannte Richtgrößen abgestellt. Sie geben vor, für wie viel Geld ein Arzt pro Quartal und Patient Arzneimittel beziehungsweise Heilmittel verordnen darf. Die Richtgrößen sind je nach Fachrichtung und Region unterschiedlich hoch. Sie werden von den Kassenärztlichen Vereinigungen gemeinsam mit den Krankenkassen festgelegt.

Wichtig ist, dass diese Richtgrößen in der Praxis aufsummiert betrachtet werden: Wenn Sie also bei einem Patienten Ihr Durchschnittsbudget überschreiten, können Sie es bei einem anderen wieder durch entsprechend geringere Verordnungen ausgleichen. An die Richtgrößen sollten Sie sich halten, ansonsten können tatsächlich Regresszahlungen die Folge sein, allerdings erst nach mehrfacher Erinnerung und nur dann, wenn Sie die Richtgrößen signifikant – also um mehr als 25 Prozent – überschreiten.

Übrigens ist das Regressrisiko für rheinland-pfälzische Ärzte sehr viel geringer geworden. Dies gewährleisten entsprechende Regelungen, auf die sich die Vertragspartner im Land verständigt haben und die für deutlich mehr Entspannung und Transparenz sorgen. So können Sie als Arzt zum Beispiel Ihr Verordnungsverhalten an individuellen Zielquoten ausrichten. Die KV RLP versendet dazu vierteljährlich Infoschreiben und Trendmeldungen an die Praxen. Die Regelungen finden Sie hier: Prüfvereinbarung, Arzneimittelvereinbarung, Heilmittelvereinbarung, Sprechstundenbedarfsvereinbarung

Die KV RLP unterstützt Sie und berät Sie ganz individuell dazu, wie Sie Regresse verhindern können. Gut zu wissen: Im Durchschnitt sind weniger als ein Prozent der niedergelassenen Ärzte von Regressen betroffen. Darüber hinaus gelten für einige Praxen Besonderheiten, etwa wenn dort viele HIV-Patienten behandelt werden. Hier dürfen unter bestimmten Umständen die Richtgrößen überschritten werden.

Bedeutet die Niederlassung nicht eine Menge Bürokratie?

Ganz ohne Bürokratie geht es natürlich nicht – so wie in fast jedem Beruf, insbesondere bei Selbstständigen. Wie im Krankenhaus gehört es auch zur ärztlichen Arbeit in der Praxis dazu, den Patienten zum Beispiel Krankenscheine auszustellen. Trotz des bürokratischen Aufwands verbringen niedergelassene Ärzte mehr als drei Viertel ihrer Zeit mit ihrer Hauptaufgabe, der Betreuung und Behandlung von Patienten.

Was die Ärzte mehr und mehr stört, sind die zunehmenden Anfragen von Krankenkassen oder die vielen unterschiedlichen Formulare. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung und die Kassenärztlichen Vereinigungen sind dabei, unnütze Verwaltungsaufgaben abzubauen. So wird jede neue Regelung, etwa eine neue Dokumentationspflicht in der Qualitätssicherung, vor ihrer Einführung einem Bürokratiecheck unterzogen. Weitere Informationen zum Thema Bürokratie und Bürokratieabbau finden Sie hier:

Muss ich meinen Ärztlichen Bereitschaftsdienst immer am Wochenende und nachts ableisten?

Nein, ganz und gar nicht, wenn Sie dies nicht wollen. In Rheinland-Pfalz kümmern wir uns als KV RLP um die flächendeckende Organisation des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes – und Sie bleiben flexibel. Zwar ist die Teilnahme für jeden niedergelassenen Arzt auch bei uns Pflicht, doch können Sie Ihre Dienste in der Regel so planen, dass Sie nur an solchen Tagen tätig sind, die in Ihren Terminkalender passen. Das heißt auch: Wochenend- und Nachtdienste müssen nicht sein. Selbstverständlich wird jeder Einsatz vergütet. Gut zu wissen: Die Planung Ihrer Dienste ist in Rheinland-Pfalz ganz einfach online möglich – und auch kurzfristig Dienste zu tauschen, ist kein Problem.

Ich will mich in Rheinland-Pfalz niederlassen. Wie komme ich eigentlich an einen Praxisabgeber oder Kooperationspartner heran?

Es gibt hierfür mehrere Möglichkeiten: Zum einen führen wir als KV RLP eine Vermittlungsliste. Wenn Sie mit einem konkreten Niederlassungsvorhaben zu uns in die Beratung  kommen, prüfen wir automatisch, ob ein passender Kandidat bei uns verzeichnet ist. Zum anderen können Sie online unsere Praxisbörsen  nutzen, das heißt unsere offiziellen Ausschreibungen, den Anzeigenmarkt oder den Service "Ort sucht Arzt". Darüber hinaus finden Sie viele Angebote im Ärzteblatt Rheinland-Pfalz. Aber auch Ihre beruflichen Kontakte sollten Sie natürlich aktivieren.

Wann kriege ich nach der Niederlassung eigentlich zum ersten Mal Geld?

Sie reichen Ihre Abrechnung einmal im Quartal bei uns ein und erhalten dann Ihr Honorar, das wir nach Prüfung Ihrer Abrechnungsdaten und anhand von Vorgaben für Sie berechnen. Damit Sie jedoch auch als Selbstständiger ein regelmäßiges Einkommen haben, bekommen Sie zudem jeden Monat von uns einen bestimmten Betrag als Vorauszahlung. Die Höhe richtet sich nach dem zu erwartenden Quartalsumsatz. Ihr erstes Geld kriegen Sie bereits direkt, nachdem Sie Ihre Tätigkeit aufgenommen haben.

Wieviel Zeit muss ich insgesamt für mein Niederlassungsvorhaben einrechnen?

Rechnen Sie für die gesamte Unternehmung vom Zeitpunkt der Erstberatung  hier bei uns in der KV RLP bis zur Aufnahme Ihrer Tätigkeit in Ihrer Praxis mit rund ein bis zwei Jahren, je nachdem, welche speziellen Gegebenheiten vorliegen. Die reinen Formalien nehmen davon etwa sechs Monate in Anspruch. Den Rest der Zeit benötigen Sie nach unserer Erfahrung zum Beispiel für die Klärung der Finanzen, die vertragliche Einigung mit dem Praxisabgeber, die Ausstattung der Praxis etc..

Ich habe bislang als Arzt im Ausland praktiziert und dort auch meine Qualifikationen erworben. Kann ich als niedergelassener Arzt in Rheinland-Pfalz tätig werden?

Falls Sie noch keine Berufserlaubnis nach deutschem Recht besitzen, müssen Sie diese erst einmal erwerben. Erst dann können Sie als Arzt in Deutschland und damit auch in Rheinland-Pfalz tätig werden. Für die Beantragung wenden Sie sich an das rheinland-pfälzische Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung. Dort hilft man Ihnen kompetent weiter. Liegt Ihnen die Berufserlaubnis bereits vor, können Sie sich auch in Rheinland-Pfalz niederlassen.

Welche Vorgaben muss ich in Sachen Praxis und Praxisräumlichkeiten beachten?

In der Tat gibt es sehr klare Vorgaben, die Sie beachten müssen – zum Beispiel bezüglich der Praxisausstattung, der Barrierefreiheit, des Brandschutzes und der Bodenbeschaffenheit. Die Vorgaben werden von den verschiedensten Einrichtungen ausgegeben, unter anderem von den Baubehörden, dem Gesundheitsamt bzw. der Hygienebehörde und auch von uns, der KV RLP. Übernehmen Sie eine Praxis, gilt der Bestandsschutz. Soll heißen: Alles kann so bleiben, wie es ist, so lange Sie nichts verändern. Für alle anderen Fälle stehen wir Ihnen beratend zur Seite: Wir schnüren ein individuelles Informationspaket für Sie, das alle wichtigen Vorgaben enthält. Zusätzlich beraten wir Sie zur konkreten Umsetzung.

Wenn im Praxisalltag Fragen auftauchen, an wen kann ich mich wenden?

Zu allen Fragen rund um die Niederlassung sind wir als KV RLP Ihr erster Ansprechpartner. In den ersten beiden Jahren steht Ihnen als neu Niedergelassener ein Praxislotse  zur Seite – Ihr persönlicher Betreuer auf Gebieten wie Abrechnung, Vergütung, Verordnung oder Qualitätssicherung. Zusätzlich sind wir auch mit unserem weiterführenden, umfangreichen Beratungs- und Seminarangebot für Sie da. Nutzen Sie unseren Service aber auch schon vor der Niederlassung: Wussten Sie zum Beispiel, dass wir gemeinsam mit Ihnen einen Businessplan zur Praxisfinanzierung erstellen oder eine Standortanalyse für Ihren Wunschort durchführen? Und das sind nur zwei unserer kostenfreien Leistungen für Sie als zukünftiger Vertragsarzt in Rheinland-Pfalz. Und sollten wir einmal in einer bestimmten Sache nicht zuständig sein, nennen wir Ihnen die richtige Stelle, an die Sie sich wenden können.

Wie viele Sprechstunden muss ich in meiner Praxis anbieten?

Mit der Annahme eines vollen Versorgungsauftrags verpflichten Sie sich, mindestens 20 Sprechstunden pro Woche in Ihrer Praxis zu halten. Bei einem hälftigen Versorgungsauftrag reduzieren sich diese auf zehn.

Wie geht es für mich als Ärztin in der Niederlassung weiter, wenn Nachwuchs kommt?

Wenn Nachwuchs kommt, können Sie als niedergelassene Ärztin insgesamt 36 Monate lang in Elternzeit gehen. Dabei müssen Sie diese Zeit nicht unbedingt zusammenhängend nehmen, sondern können sie bei Bedarf auch staffeln – und zwar unabhängig vom Alter des Kindes. Erst wenn Ihr Kind das 18. Lebensjahr vollendet hat, verfällt der Anspruch. Direkt nach der Geburt des Kindes können Sie sich bis zu einem Jahr lang in Ihrer Praxis vertreten lassen.

Sofern Sie möchten, kann Ihre Zulassung  in der Elternzeit ruhen. Auch ein hälftiges Ruhen ist möglich – in diesem Fall muss die Praxis dann nur zehn statt der vorgeschriebenen 20 Sprechstunden in der Woche anbieten. In der Erziehungszeit können Sie außerdem einen sogenannten Entlastungsassistenten beantragen, der insgesamt bis zu 36 Monate lang einen Teil der Aufgaben übernimmt. Den Wiedereinstieg ins Arbeitsleben können Sie also ganz individuell gestalten, ohne dass die Auszeit wie in anderen Berufen zur Karrierebremse wird. Übrigens gilt dies alles auch für jeden Vater, der als niedergelassener Arzt tätig ist.

Kann ich nach dem Praxisstart jemanden einstellen, zum Beispiel um ein erweitertes Leistungsspektrum anzubieten oder um mich zu entlasten?

Ja, das können Sie. Bei der Anstellung wird unterschieden zwischen der Anstellung in einem offenen Gebiet und der Anstellung in einem gesperrten Gebiet. Im gesperrten Gebiet kann die Anstellung nur mit Leistungsbeschränkung erfolgen. Das bedeutet: Der Leistungsumfang der Praxis darf durch die Anstellung nicht steigen. Vielmehr ist es Aufgabe des Angestellten, den Arbeitgeber zu entlasten. Dabei muss der angestellte Arzt dem gleichen Fachgebiet angehören wie der anstellende Vertragsarzt.

Etwas anderes ist die Anstellung eines Arztes in einem offenen Planungsbereich. Hier kann die Zuteilung eines weiteren Sitzes aus der Bedarfsplanung  erfolgen, sodass zusätzliches Honorar generiert werden kann. Diese Anstellungsform kann fachgleich oder fachübergreifend sein. Dies trifft sowohl für die Anstellung in einer Einzelpraxis als auch in einer Berufsausübungsgemeinschaft zu.

Brauche ich einen Steuerberater?

"Ein qualifizierter Steuerberater und regelmäßige betriebswirtschaftliche Kennzahlen helfen gleich von Anfang an, Transparenz in Ihre Praxisgründungsphase zu bringen. Mögliche Liquiditätsengpässe identifizieren Sie auf diese Weise frühzeitig und zuverlässig und können beizeiten geeignete Maßnahmen ergreifen", empfiehlt BWL-Beraterin Ingrid-Junge-Bornholt.

Muss ich eigentlich in der Nähe meiner Praxis wohnen?

Nein. Noch vor einigen Jahren waren Vertragsärzte gesetzlich dazu verpflichtet, in der Nähe Ihrer Praxis zu wohnen. Diese sogenannte Residenzpflicht gilt jedoch nicht mehr. Auch in Rheinland-Pfalz können Sie also als niedergelassener Arzt Ihren Wohnsitz völlig frei wählen.

Kann ich als Quereinsteiger in die Allgemeinmedizin wechseln?

Nahezu allen Fachärzten steht der attraktive Quereinstieg in die Allgemeinmedizin offen: Ob als Chirurg, Gynäkologe, Orthopäde oder Anästhesist – wenn Ihnen etwa die Arbeit im Krankenhaus keine Perspektiven bietet und Sie sich für die Allgemeinmedizin interessieren, dann können Sie sich für eine 24-monatige Weiterbildungszeit in einer Hausarztpraxis entscheiden. Nach dieser Zeit ist es für Sie möglich, zusätzlich die Facharztanerkennung zum Allgemeinarzt zu erhalten.

Der Quereinstieg steht jenen Fachärzten offen, die im Abschnitt A, § 2a der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Rheinland-Pfalz aufgelistet sind und als ausgebildete Fachärzte bereits Erfahrungen in einem "Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung" gesammelt haben. Damit Sie die Anerkennung als Facharzt für Allgemeinmedizin auf diesem Weg erhalten, benötigen Sie neben der 24-monatigen Weiterbildung in einer hausärztlichen Praxis zusätzlich einen Nachweis über einen 80-stündigen Kurs in der psychosomatischen Grundversorgung. Dieser ist in einigen Facharztausbildungen bereits inkludiert. Außerdem müssen Sie eine Prüfung vor der zuständigen Bezirksärztekammer ablegen. Geregelt ist dies in der Weiterbildungsordnung Rheinland-Pfalz. Sie können die Weiterbildung bei einem Hausarzt, das heißt bei einem Allgemeinarzt oder einem hausärztlich tätigen Internisten, absolvieren, der über die erforderliche Befugnis zur Weiterbildung verfügt.

Als KV RLP fördern wir gemeinsam mit den Landesverbänden der Krankenkassen und den Ersatzkassen die 24-monatige Weiterbildung zu gleichen Teilen, so dass die zusätzliche Ausbildung auch von der finanziellen Seite her abgesichert ist. Die Förderung beträgt bei einer Vollzeitbeschäftigung monatlich 4.800 Euro. Auch die Weiterbildung in Teilzeit (3.600 Euro bei 75 Prozent und 2.400 Euro bei 50 Prozent) wird gefördert. Ihre Anerkennung zum Facharzt für Allgemeinmedizin erhalten Sie am Ende der Weiterbildungszeit und dem erfolgreichen Abschluss der Prüfung. Damit steht Ihnen frei, zum Beispiel eine hausärztliche Praxis zu übernehmen oder als Allgemeinarzt in einer Berufsausübungsgemeinschaft tätig zu werden. Interessant ist dieser Weg aber nicht nur für Fachärzte, die nach einer fachärztlichen Weiterbildung eine Tätigkeit als Hausarzt anstreben. Auch Hausärzte, die ihre Praxis in einigen Jahren abgeben möchten, können so einen Wunschnachfolger für ihr Lebenswerk finden.